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Know-How-Transfer

Die Idee

Der Know-how-Transfer ist ein Austausch zwischen Wirtschaft und Politik, organisiert von den Wirtschaftsjunioren Deutschland. Über einwöchige „Kurzpraktika“ bei Abgeordneten des Deutschen Bundestages erleben Junioren Politik hautnah – und Politiker die Wirtschaft. Alle teilnehmenden Politiker werden zu Gegenbesuchen in das Unternehmen ihres „WJ-Praktikanten“ eingeladen. Im vergangenen Jahr hat ein Drittel der Bundestagsabgeordneten an dem Projekt teilgenommen

Der Know-how-Transfer schließt damit eine Erfahrungslücke. Die unmittelbare Anschauung verhilft Parlamentariern und jungen Unternehmern, die gegenseitigen Positionen aus ihren konkreten Hintergründen zu verstehen.

Ablauf

Die teilnehmenden Wirtschaftsjunioren und Parlamentarier werden nach Parteipräferenz, regionalen und thematischen Schwerpunkten einander zugeordnet. Die Wirtschaftsjunioren nehmen selbst Kontakt zu den Abgeordneten auf und verabreden die Einzelheiten ihres Besuches.

Die Projektwoche startet montags mit einem „Come together“ von Abgeordneten und Wirtschaftsjunioren: Im geselligen Ambiente lernen sich die Teilnehmer kennen und tauschen sich nicht nur über die anstehende Sitzungswoche aus. Von Dienstag bis Freitag nehmen die Wirtschaftsjunioren an Fraktions-, Ausschuss- und Arbeitsgruppensitzungen teil, begleiten die Abgeordneten bei politischen und Netzwerk-Terminen und erleben den Büroalltag mit.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland organisieren zudem ein Rahmenprogramm mit Gesprächen und Veranstaltungen, darunter Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit den Fraktionsspitzen und weiteren hochrangigen Politikern. Ab Sommer treten dann die Abgeordneten ihre Gegenbesuche in den Unternehmen an. Manchmal nur wenige Stunden, gelegentlich auch mehrere Tage begleiten die Parlamentarier die jungen Wirtschaftsvertreter in ihrem Alltag – zu Sitzungen, Außenterminen, im Büroalltag.

Erfahrungen

Für beide Gruppen bildet der Know-how-Transfer oft die einzige Gelegenheit, die jeweils andere Erfahrungswelt näher kennen zu lernen. In den besten Fällen fließen die gewonnenen Kenntnisse um unternehmerische Realitäten sehr bewusst in politische Entscheidungsprozesse ein, sind umgekehrt die Unternehmer nach ihrem Besuch geduldiger mit der Politik – und entwickeln ein Verständnis dafür, wie ihre politischen Vorstellungen Eingang in den parlamentarischen Betrieb finden können. Aus früheren Know-how-Transfers haben sich bereits jahrelange Kontakte entwickelt.

Perspektiven

Die Erfolge des Projekts haben die Wirtschaftsjunioren veranlasst, den Know-how-Transfer auch auf landespolitischer und auf internationaler Ebene fruchtbar zu machen. So werden inzwischen mehrere regionale Know-how-Transfers mit den Landtagen durchgeführt. Der Dachverband der Wirtschaftsjunioren, die Junior Chamber International (JCI), richtet das Programm zudem seit 2005 mit dem Europäischen Parlament aus.

Die Anmeldefrist für den direkten Austausch zwischen Unternehmern und Abgeordneten läuft vom 1. bis 28. Februar 2011.

www.wjd.de/kht

Einen Erfahrungsbericht von unserem Fördermitglied Frank Höhn ist beigefügt: „WIP 2007-06…“