Historie

Die Wirtschaftsjunioren bei der IHK Wiesbaden wurden am 11.11.1949 gegründet und gehören damit zu den ältesten Juniorenkreisen in Deutschland. Nur Frankfurt am Main und Chemnitz sind älter. Ebenfalls 1949 gründeten sich Kreise in Darmstadt, Kassel, Marburg und Wetzlar. Hessen ist also Juniorenstammland, da das Bundesland bereits 1946 entstand und die Kammerstrukturen schon wieder voll funktionierten.

Es war keine närrische Laune, die zu dieser Gründung führte. Ernsthafte Absichten und Weitblick hatten die Verantwortlichen dazu bewogen, in Wiesbaden Tatsachen zu schaffen, während andernorts in der jungen Bundesrepublik noch darüber diskutiert wurde, wie der Unternehmernachwuchs in die Arbeit der Industrie- und Handelskammern einbezogen werden könnte.

„Die Industrie und Handelskammer Wiesbaden hat ihren Juniorenkreis bereits am 11. November 1949 gegründet. Das Ziel war und ist die Zusammenfassung des Unternehmernachwuchses, um ihn an seine künftigen wirtschaftspolitischen Aufgaben heranzuführen und darüber hinaus auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. […] Wir haben den Unternehmernachwuchs nicht nur auf die Söhne von Unternehmern beschränkt, sondern den Kreis erweitert um junge Menschen, von denen der Unternehmer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen kann, dass aus ihnen einmal Unternehmer oder qualifizierte  Manager werden.“ So schrieb Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Weynen im März 1951 an den DIHK.

Traditionell aktiv in nationalen und internationalen Netzwerke

In den Anfangsjahren schufen die aktiven Mitglieder Traditionen, die bis heute fortleben. Dazu gehört unter anderem der Weihnachtsball, der 1953 unter dem Titel Nikolausball zum ersten Mal veranstaltet wurde. Die Wiesbadener haben früh begonnen, sich auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene einzubringen. So gab es beispielsweise mit Niederländischen Junioren schon Mitte der 1950er Jahre erste Kontakte. Eine intensive Zusammenarbeit mit den anderen hessischen Kreisen und den Mainzer Junioren gibt es ebenfalls seit den ersten Jahren. Sie findet heute ihren Ausdruck im Netzwerk RheinMain, das unter anderem die Unternehmerakademie veranstaltet, in der regelmäßig Trainings von Junioren für Junioren zu den unterschiedlichsten Themen angeboten werden. Auch in den Verbandsgremien wirken Wirtschaftsjunioren aus Wiesbaden immer wieder mit. Mehrere Vorsitzende des Bundesverbandes kamen aus Wiesbaden, darunter mit Angelika Pohlenz 1985 die erste Frau in dieser Position. Weitere Highlights in über 60 Jahren Wirtschaftsjunioren Wiesbaden waren die gemeinsame Ausrichtung der Bundeskonferenz mit dem Mainzer Kreis 1994 und die hessische Landeskonferenz 2004.